Nach dem erfolgreichen Abschluss meines ersten juristischen Staatsexamens reizte es mich, das in vielen Stunden erworbene Theoriewissen nun endlich zur Anwendung zu bringen. Überhaupt kommt der Alltag juristischen Arbeitens in der Praxis im Studium häufig zu kurz, und so war ich zu Beginn meiner Zeit bei SCHOMERUS am Standort Berlin gespannt, welche Aufgaben auf mich zukommen sollten.
Auf SCHOMERUS gestoßen bin ich bei meiner Suche nach einer modernen Kanzlei mit starkem steuerrechtlichem Profil, da mir die Gestaltungsmöglichkeiten und die Denkweise in diesem Bereich besonders zusagten. Mit der juristischen Betrachtung von NPOs hatte ich bis dato kaum Berührungspunkte, stellte aber schnell fest, was für ein breites Spektrum sich hinter diesem Begriff verbirgt: von großen kirchlichen Klinikträgern über einflussreiche Verbände zum Umweltschutz und Stiftungen aller Art bis hin zum klassischen lokalen Sportverein.
Der großen Bandbreite der damit verbundenen Aufgaben muss man sich zunächst bewusst werden, denn letztlich finden sich hier viele der gleichen komplexen Fragestellungen wie in privaten Unternehmen auch. So lernte ich in den vergangenen Monaten natürlich viel zu den Voraussetzungen der Gemeinnützigkeit, zum Ehrenamt und zum Vorsteuerabzug. Ebenso häufig setzte ich mich aber mit Haftungsfragen oder gesellschaftsrechtlichen Konstellationen auseinander oder stieg in anspruchsvolle Gestaltungsfragen ein.
Zu meinen Aufgaben gehörten ganz klassische Rechercheaufgaben, aber zunehmend auch das Entwerfen von Schriftsätzen und Stellungnahmen. Dabei freute ich mich besonders darüber zu sehen, dass die eigene Arbeit unmittelbar in die Beratung der Mandanten einfloss. Besonders spannend war in diesem Kontext die Recherche zu einem politisch hochbrisanten Vorgang im Ausland und dessen direkten Auswirkungen für einen Mandanten in Deutschland.
Regelmäßig konnte ich Termine bei verschiedensten Organisationen oder auch Gespräche im Rahmen von Betriebsprüfungen begleiten – bei gutem Wetter mit Anfahrt per Fahrrad. Diese Termine vermittelten mir ein zunehmend besseres Verständnis vom NPO-Umfeld. Hervorzuheben sind daneben die Teilnahme am NPO Tag 2026 in Berlin ebenso wie die stete Unterstützung bei den laufenden Aufgaben der NPO News.
Aufgrund des modernen, digitalen Arbeitsumfeldes unterstützte ich regelmäßig auch im Hamburger Büro und gewann dort ebenfalls Einblicke in die Arbeitsfelder der Kolleg:innen vor Ort. Nicht zuletzt beim großen SCHOMERUS-Sommerfest Anfang Juni bot sich – mit Blick auf den Hamburger Hafen – die Gelegenheit, sich dann auch ganz analog kennenzulernen.
Nun endet meine Zeit bei SCHOMERUS, da ich ein LL.M.-Studium im außereuropäischen Ausland aufnehmen werde. Ich hatte hier die Möglichkeit, den vielschichtigen Non-Profit-Bereich kennenzulernen, an spannenden Fragestellungen mitzuwirken und wertvolle Einblicke in die praktische juristische Arbeit zu gewinnen. Dafür sowie für die Zusammenarbeit in den vergangenen Monaten, die freundliche Aufnahme und die angenehme Atmosphäre untereinander möchte ich mich herzlich bedanken. Die Erfahrungen aus dieser Zeit werden mich auf meinem weiteren Weg sicherlich begleiten.
Frédéric Fontaine
Lieber Frédéric,
wir wünschen Dir auf dem weiteren beruflichen Weg alles Gute, prägende Momente bei Deinem Masterstudium und eine gute Erinnerung an SCHOMERUS. Danke für Deine hilfreiche Mitarbeit.
Armin Trotzki
Foto v.l.n.r.: Armin Trotzki, Frédéric Fontaine im Berliner Büro